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Sie lieben Ihr Handy und passen so gut wie möglich auf Ihr Schmuckstück auf? Dann sind Sie auf jeden Fall ein guter Handybesitzer. Leider kann trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Missgeschick geschehen. Entweder gelangen Sie in einen Platzregen oder werden von einem Freund in den Swimmingpool samt Handy in der Tasche geworfen. Falls Sie kein wasserdichtes Outdoorhandy besitzen, sollten Sie rasch handeln.

 

Bild-Wasser-Handy-Schaden

Retten Sie Ihr Handy vor dem Ertrinken

Je schneller Sie Ihr Gerät aus dem Wasser retten, desto höher sind die Überlebenschancen. Handeln Sie am besten in wenigen Sekunden, solange benötigt Wasser in etwa bis es ins Innere vom Handy eindringt. Findet die Rettungsaktion zwischen 10 und 20 Sekunden statt, sind die Überlebenschancen ziemlich hoch. Anders schaut die Sache aus, wenn es einen gratis Waschgang hinter sich hatte. Hier ist es eine weitere Verwendung eher unwahrscheinlich. Nichts ist unmöglich. Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten Sie auf jeden Fall ergreifen, bevor Sie es für immer zu Grabe tragen.

Achtung: Wasser und Strom harmonieren nicht

Bereits als Kinder lernten wir, dass sich Strom und Wasser nicht vertragen. Ein Fön in der Badewanne beispielweise, endet meist tödlich. Falls Ihr Telefon am Ladegerät hängt und samt Ladekabel ins Wasser fällt, sollten Sie einen Fachmann an die Sache ranlassen. Generell gilt, zuerst die Sicherung raus drehen und in Folge erst das Gerät berühren. Diese Prozedur wiederspricht sich zur oben genannten. Innerhalb von 20 Sekunden werden Sie es wohl nicht zum Sicherungskasten schaffen. Entscheidend ist hier Ihre Existenz. Falls Sie keinen Stromschlag erleben möchten, lassen Sie es derweil im Wasser und kümmern Sie sich später um Wiederbelebungsmaßnahmen.

Bring das Gerät sicher an Land

Sobald Sie das Handy in Sicherheit brachten, sollten Sie dieses auf Papiertücher oder trockene Lappen legen. Danach sofort das Batteriefach öffnen und den Akku entfernen. Dieser Schritt ist wichtig, weil der Akku in vielen Fällen einen Kurzschluss erzeugt und somit das Handy innerlich zerstört. Werden sämtliche Stromquellen entfernt, hat das Handy gute Überlebenschancen, weil einige elektronische Teile kein Problem mit Wasser aufweisen. Sind diese trocken, funktionieren Sie in der Regel wieder.

Die SIM Karte entfernen und Daten retten

Ist das Handy beschädigt, ist das natürlich ein Drama. Noch schlimmer wäre es, wenn sämtliche Daten und Kontakte weg wären. Deswegen sollten Sie sofort die SIM- und Datenkarten entfernen. Generell überstehen SIM Karten einen Wasserschaden problemlos. Die weiteren Maßnahmen könnten diese jedoch beschädigen. Ist die Karte draußen, müssen Sie diese trocknen und leicht an ihr klopfen. Nicht wieder in das Gerät geben, sondern zur Seite legen, bis das Gerät wieder betriebsbereit ist.

Das Handy trocken legen

Wichtig ist, dass Sie jegliche Teile aus dem Handy ausbauen, welche sich ohne Probleme entfernen lassen. Bitte nicht rumschrauben, weil es sonst nicht mehr funktionieren wird. Danach wird das Gerät leicht geschüttelt, das die Feuchtigkeit austritt und sich nicht noch mehr in den Spalten verbreitet. Danach sollten Sie es mit einem Handtuch sanft trocknen. Achten Sie bitte darauf, dass Sie die Kontakte nicht zu stark beeinflussen. Ein weiterer guter Tipp ist Alkohol. Ist einmal die Batterie draußen, können Sie den Innenbereich mit ein paar Tropfen Alkohol ausreiben und somit längerfristige Schäden vermeiden.

Technische Hilfsmittel verwenden

Viele Menschen greifen zu einem Haartrockner und erhoffen Sich dadurch eine Besserung. Achtung: Ein Fön ist absolut die falsche Wahl, weil die Feuchtigkeit damit ins Innere befördert wird. Einmal dort angekommen, können Sie kaum noch etwas tun, weil es heikle Kontakte angreift und zerstört. Für solch einen Zweck eignet sich hervorragend ein Staubsauger. Halten Sie diesen etwa 20 Minuten auf Ihr Handy und saugen Sie die Feuchtigkeit damit weg. Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Staubsauger Aufsatz sauber ist, sonst dringt Schmutz ins Gerät ein und das wäre kontraproduktiv. Achten Sie ferner darauf, dass nicht das komplette Handy eingesaugt wird. Bei kleinen Modellen ist die Gefahr mittlerweile groß. Ebenso sollten Sie einen gewissen Abstand zum Handy halten, um eine statische Aufladung zu verhindern. Solch eine ist gefährlicher für die Geräte als Wasser.

Überprüfen Sie das Handy nach einer Weile

Wenn Sie obige Maßnahmen ergreifen, sind die Überlebenschancen ziemlich hoch. Achten Sie ferner darauf, dass Sie das Mobiltelefon öfter umdrehen und das Handtuch wechseln. Der Untergrund sollte immer trocken sein. Die Materialien werden im sechs Stunden Rhythmus überprüft. Sind diese immer noch feucht, wenden Sie erneut die Staubsaugermethode an oder Sie legen das Gerät über Nacht in eine Schüssel mit Reis. Dieser entzieht ferner die Feuchtigkeit und agiert als natürliches Wundermittel.

Etwa 24 Stunden später ist es an der Zeit, das Handy zu überprüfen. Jegliche Komponenten werden eingebaut und dann können Sie es einschalten. Funktioniert es nicht, probieren Sie es ohne Akku. Stecken Sie das Ladegerät an und beobachten Sie, ob sich etwas tut. Geht es ohne Akku, ist dieser scheinbar beschädigt. In dem Fall sollten Sie das Telefon zum Fachhändler bringen beziehungsweise einen Ersatzakku kaufen.

Was passiert, wenn es überhaupt nicht reagiert?

Sollte Ihr Handy nicht mehr reagieren, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Entweder Sie fragen beim Händler nach, ob sich eine Reparatur lohnt oder Sie kaufen sich ein neues Gerät. Hier kommt es im Endeffekt darauf an, um welches Modell es sich handelt. Wenn Sie 1000 Euro für Ihr Handy bezahlten, zahlt sich eine Reparatur wahrscheinlich aus. Bei einem 80 Modell weniger, weil die Kosten den Produktwert wohl deutlich übersteigen. Bevor Sie sich auf die Handyversicherung oder Garantie berufen, sollten Sie vorher im Vertrag nachsehen, ob Wasserschäden versichert sind. Einige Garantien schließen diesen Punkt explizit aus. Einen Tipp für die Zukunft. Falls Sie sich am Strand befinden oder im Regen telefonieren möchten, holen Sie sich eine wasserdichte Schutzhülle. Diese verlängert ein Handyleben ungemein.